Für alle, die bei den Treffen leider nicht zugegen sein konnten, gerne aber die Treffen inhaltlich nachvollziehen und eventuell via Mail oder bei kommenden Treffen mitdiskutieren möchten, wird bald eine kleine PP-Präsentation mit den grob umrissenen Inhalten zur Verfügung gestellt. Bitte habt etwas Geduld :)

Anm.: Wir sind in der „Dezemberpause“ ;) Irgendwann im Januar wird’s weitergehen, wir geben Euch dann rechtzeitig bescheid. Allen schon mal eine frohe Weihnachtszeit. (Wem das wichtig ist, den anderen einfach nen schönen Dezember.)

Inhalt:
# Aktuelle Infos
# Einleitungstext
# Weiterführende Literaturverweise
# Aktuelle Beispiele und Artikel

Aktuelle Infos:

Letztes Treffen:
Fr, 27.11. von 16-18 Uhr, JuZI
Themen:
Dichotome Zuordnungen von Männern, Frauen und Tieren, Diskussion über („menschlichen/männlichen“?) Kulturbegriff
Textempfehlungen für dieses Treffen:
- „Challenging Dichotomies: Perpectives on Women’s History“ von Gisela Bock (v. a. „1. Nature vs. culture.“)
- „Zum Verzehr bestimmt“ von Carol J. Adams (v. a. „1. Die Geschlechterpolitik des Fleisches“)

2. Treffen:
Fr, 13.11. von 16-18 Uhr, JuZI
Themen:
Die Rolle abwesender Referent_innen und sexuelle Ausbeutung von Frauen und (nichtmenschlichen) Tieren
Textempfehlungen für dieses Treffen:
- Sexueller Missbrauch von Tieren – Das letzte Tabu?
- das Konzept der ‘Abwesenden Referentin’ bei Carol J. Adams: „Niemand isst Fleisch, ohne dass ein Tier stirbt. Lebendige Tiere sind also im Konzept des Fleisches der abwesende Referent. Der abwesende Referent erlaubt uns, das Tier als selbstständiges Lebewesen zu vergessen. Er versetzt uns auch in die Lage, den Anstrengungen zu widerstehen, Tiere wieder öffentlich präsent werden zu lassen.“ aus: Zum Verzehr bestimmt. Eine feministisch-vegetarische Theorie. Wien 2001: S. 43

1. Treffen:
s. Einladungstext.
Themen:
Es wurden organisatorische Dinge und grundsätzliche Ansichten besprochen.

Einleitungstext:

„Und wieso, bitte, ist Fleisch essen männlich?“
Neuer Arbeitskreis über das Verbindende von Feminismus und Tierbefreiung

„Körper werden konsumiert, entweder sexuell oder buchstäblich, es geht nicht um das gesamte Lebewesen, sondern um einzelne Körperteile, es findet kein im entferntesten gleichberechtigter Akt statt, sondern ein einseitiger Konsum, der für das Huhn tödlich, für Menschen abwertend ist.
In der herrschenden Hierarchie gilt der weiße, nichtbehinderte, heterosexuelle, wirtschaftlich erfolgreiche Mann als das angesehenste, wertvollste Lebewesen. Eine kluge amerikanische Feministin hat dazu bemerkt, dass dann wohl die weiße Frau und der nichtweiße Mann um die zweite Stufe auf der Leiter kämpfen müssen. Die Tiere stehen auf der untersten Ebene der Hierarchie und sind jeder Willkür, Mord und Totschlag ausgeliefert. Ihre Herrschaft über die Welt und die Lebewesen zeigen viele Männer auch in ihren konkreten Taten im Alltag: in der Gewalt in der Familie, beim Fleischessen und in der Jagd. Das Essen von Fleisch, gern auch in großen Mengen, wird gesellschaftlich als Zeichen von Männlichkeit und Kraft betrachtet, jede Fleischreklame spielt auf die männlichkeitsfördernde, potenzsteigernde Wirkung des Fleischverzehrs an…“ (Susanna Harringer)

Vielleicht habt ihr euch schon mit Feminismus und Tierbefreiung befasst, vielleicht nur mit einem von beiden oder vielleicht habt ihr die Themen bisher verdrängt, hättet aber schon grundlegend Interesse? Was auch immer auf euch zutrifft, ihr seid herzlich in unseren offenen Arbeitskreis „Feminismus und Tierbefreiung“ eingeladen! Dort können alle interessierten Menschen mitmachen, ungeachtet ihres bisherigen Vorwissens. Sinn dieses Arbeitskreises soll es sein, die Parallelen zwischen Frauen- und Tierbefreiung (ebenso natürlich Frauenunterdrückung und Tierausbeutung) herauszuarbeiten, die derzeit im politischen Diskurs leider viel zu kurz kommen. Wenn wir engagiert genug sind, können wir uns auch an eigene Projekte oder Aktionen wagen, aber das ist noch Zukunftsmusik.

Bei Interesse und/oder fragen, einfach mailen oder direkt das Kontaktformular benutzen.

Kompletter Originaltext:
„Und wieso, bitte, ist Fleisch essen männlich?“

Weiterführende Literaturhinweise:
# B. Mütherich Die Soziale Konstruktion des Anderen: Abschnitt 3.2. Tier-Konstrukt, Frauen-Bild und Sexismus
# Literaturverweise

Aktuelle Beispiele und Artikel:
# Sexistisch-speziesistische Milchwerbung in Russland
(Den Beitrag gibt’s auch auf Indymedia, aber wegen der zum Himmel schreienden sexistischen Kommentare habe ich mal diesen Link vorgezogen)
# Männer lieben Fleisch – Frauen dagegen Salat? Vorurteile überwinden und Ernährungskommunikation verbessern
# Gender & Ernährung – männlich, weiblich, anders? Ernährungsphysiologische Differenzen zwischen Mann und Frau
# Warum essen Mädchen Salat und Jungen Fleisch?
Geschlechtsbezogene Verhaltensweisen in der Ernährungserziehung berücksichtigen

# Jäger-Studie
# Die Jagd als Mechanismus der biotischen und kulturellen Evolution des Menschen (Oder: Vom Beherrschungs- und Tötungsstreben der Jäger)
# Jäger“weisheiten“ (z.B. „Dem Jäger jede Pirsch behagt, sei´s auf den Hirsch, sei´s auf die Magd.“)