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Mahnwache aufgelöst, die Zweite

Am Samstag, dem 25.7.09 wurde nach einer knappen dreiviertel Stunde, zum zweiten Mal seit Kampagnenbeginn, unsere Mahnwache gegen den Pelzhandel des Modehauses Schlüter aufgelöst. Grund hierfür waren Einlegezettel unserer Flyer, in denen es heißt: „Wer Pelze verkauft, beteiligt sich an Ausbeutung, Qual und Mord von…“. Da der Einlegezettel außerdem eine Auflistung der mit Pelz handelnden Geschäfte enthält, auf dem auch Schlüter erwähnt wird, besteht ein Bezug. Eine unserer Auflagen verbietet uns, das Geschäft Schlüter oder deren Inhaber mit Schlachter oder Mördern gleichzusetzen. Ca. 400 Flyer wurden sichergestellt (nicht nur die Einlegezettel) und unsere Taschen nach Flyern durchsucht.

Gegen unseren Auflagenbescheid wurde bereits Klage eingereicht. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt in kürze an dieser und anderer Stelle.

Downloadversion – Liste Göttinger Pelzgeschäfte

Liste Göttinger Pelzgeschäfte

Anti-Pelz-Kampagne

Am 23.5. startete offizielle die Kampagne der „Antispe Offensive Göttingen“ gegen den Pelzhandel in Göttingen. Das erste Kampagnenziel ist das „Modehaus Schlüter“, doch dieses nimmt nur stellvertretend den Platz für die 14 weiteren Geschäfte ein, die im vergangenen Winter (2008/09) von diesem blutigen Geschäft profitierten. Zu diesen zählen desweiteren beispielsweise Apanage, Prümer und Fleischmann.

Jedes Jahr werden weltweit über 50 Millionen nichtmenschliche Tiere allein für die Produktion der Ware „Pelz“ umgebracht. In Käfigen eingesperrt, vegetieren sie vor sich hin, bis sie im Spätherbst „geerntet“ werden können. Hierbei werden die Tiere durch Abgase, Stromschläge in den After oder Genickbruch getötet.

Nach bereits mehreren gelaufenen Demonstrationen gegen Schlüter schwingt die Stadt nun die Repressionskeule. Trotz indiskutabler Tatsachen wurden, durch den Auflagenbescheid der Stadt Göttingen, Vergleiche zwischen dem Modehaus Schlüter und beispielsweise Mördern oder Schlachtern untersagt, ebenso die Redewendung „x hat Blut an seinen Händen“ wird verboten. Verdrehte und erfundene Tatsachen dienen hierbei der Legitimation. So gibt es die Vorwürfe, eine Blockade durchgeführt und mit gewaltsamer Durchsetzung der Forderungen gedroht zu haben. Das ersteres nicht der Wahrheit entspricht, würden die Fotos der Zivilbeamten der Polizei beweisen. Sollte zweiteres Tatsächlich das Ziel sein, scheint Presse- sowie Öffentlichkeitsarbeit, in direktem Kontakt mit Staat und Behörden, vollkommen unangebracht. Wir lehnen Gewalt gegen Tiere, inklusive dem Menschen, ab!

Unser Protest richtet sich zudem nicht gegen „Pelz“ allein, denn „Pelz“ ist nur die Spitze eines häßlichen Eisberges. Tierausbeutung jeglicher Art muss beendet und die Opfer, aus ihrer verdinglichten Rolle als Ressource befreit werden. Lebewesen haben eine Daseinsberechtigung auf Grund ihrer Existenz, nicht auf Grund ihrer Verwertbarkeit für den Menschen.

Repression und behördliche Willkür werden uns auch weiterhin nicht davon abhalten für all jene zu kämpfen, die in dieser anthropozentrischen Gesellschaft keinen Wert, sondern nur einen Preis haben.

Also: beteiligt euch an den Protesten gegen Tierausbeutung und werdet vegan!

Gegen jede Form der Herrschaft! Until every cage is empty!

Protest gegen Pelzverkauf in Göttingen

Bei einer Überprüfung von 74 Bekleidungsgeschäften in der Göttinger Innenstadt im Januar 2009 wurden bei 15 Läden Produkte mit oder aus Echthaarfell gefunden. Folgende Läden sind am Pelzhandel beteiligt:

Ambiente
Apanage
Die Mode am Wilhelmsplatz
Fleischmann
Fütterer
Galerie Deco
Happy Go
Hut Busch
Lucia
Meinelt
M Mode-Markt
Prümer
Ragazza
Schlüter
Signum
Überhaupt Mode

Unsere Forderung an all diese Läden ist der sofortige und endgültige Ausstieg aus dem Pelzhandel!